Kay Dee

Sie nennen ihn einen Besessenen. Einen, der seine Seele dreingeben würde für ein einziges Bild. Seine Arbeiten sind von einer betörenden Wucht, mal sanfter Albtraum, mal grobe Poesie. Ein Spiel mit Nuancen und Ahnungen, roh und authentisch.

Kay Dee ist Artdirector, Musiker und Fotograf. Einer, dem London zur zweiten Heimat geworden, der aber in der Welt zuhause ist. Immer da, wo der nächste Schuss lauert. Er ist ein Suchender. Nach Gesichtern. Nach Orten. Nach diesem einen Moment reiner Wahrhaftigkeit. Dafür entreißt er die Menschen ihren privaten Schutzräumen, wirft sie in das Ungewohnte und befreit sie von der Diktatur des Objektivs. Ein Wahnsinniger, der manchmal seine eigene Musik komponiert, um einem Shooting die passende Atmosphäre zu verleihen.

Kay Dee will den Rausch, will, dass seine Kamera zu einer unsichtbaren Kraft wird. Er will zu dem Punkt, an dem die echten Bilder entstehen, die, die einen Augenblick aus dem Lauf der Dinge lösen, der alles in sich trägt. Das Jetzt. Das Woher. Und das Wohin. Kay Dee ist ein akribischer Arbeiter. Und er ist kreative Unvernunft, ein Bekenntnis zum wilden freien Sein.

Dies sind seine Bilder.